Gestern hatte ich, nach langer Zeit, mal wieder einen Kochkurs besucht. Thema des Kurses war „Die Wunderwelt der Kürbisse“. Veranstalter war die Schiller-Volkshochschule Ludwigsburg. Die Kurse der VHS Stuttgart besuche ich nicht mehr, da sie mit über 40 € Kosten pro Kurs mir zu teuer geworden sind.

Mit Kürbis habe ich noch nie gekocht (dachte ich zumindest), ich hatte auch kein besonderes Interesse daran. Aber für alles gibt’s ein erstes Mal. Deswegen habe ich mich dieses Semester für diesen Kurs angemeldet.

Ich war und bin erstaunt über die Mannigfaltigkeit von Kürbissen. Es gibt ca. 800 Kürbissorten, die in Zier- und Speisekürbisse unterteilt werden. Die Speisekürbisse werden noch zusätzlich in Sommer- und Winterkürbisse unterteilt. Die Sommerkürbisse sind schnell wachsend, besitzen ein zartes und saftiges Fruchtfleisch. Die Schale ist weich und kann mit gekocht werden. Zu den Sommerkürbissen zählen  u.a. die Zucchini. Diese habe ich natürlich schon oft verwendet. Aber ich wußte nicht, dass sie zu den Kürbissen gehören. Die Winterkürbisse besitzen im Gegensatz dazu eine feste und harte Schale die nur in Ausnahmefällen mit gekocht werden kann.

Das Fruchtfleisch läßt sich in vielen Gerichten verwenden: als Suppe, oder in Chutneys, als Beilage oder auch als Süßspeise. Das Fleisch kann gekocht, gebraten, gedünstet, gebacken und eingelegt werden. Neben den vielen Verwendungsmöglichkeiten ist der Kürbis auch sehr gesund, da sie die Vitamine A, C und E enthalten und auch einige Mineralstoffe.

Anleitung zur Kürbisverwendung:

  1. Den Kürbis in Spalten schneiden. Das geht am besten, wenn man die Spalten entlang der Rillen schneidet.
  2. Den Kürbis entkernen und den Faseranteil entfernen.
  3. Wenn nötig die Schale entfernen. Dazu kann man, bei einigen Sorten einen Sparschäler benutzen.
  4. Das Fruchtfleisch je nach Gericht, in Würfel schneiden, oder raspeln, oder…

Zierkürbisse sind, wie der Name schon sagt, ein Ziergegenstand. Sie sind nicht essbar, da sie zu Magenkrämpfen und Übelkeit führen. Falls man sich nicht sicher ist, ob man einen Speise- oder Zierkürbis hat, ein Stück rohen Kürbis kosten. Schmeckt dieses Stück bitter, dann hat man einen Zierkürbis erwischt.

Im Kurs wurden folgende Kürbissorten verwendet

  • Hokkaido: ein kleiner orangefarbener Kürbis von der japanischen Insel Hokkaido. Sie wiegen zwischen 1 bis 2 kg und besitzen eine dünne Schale, die auch mit gekocht werden kann .Der Geschmack ist nussig. Verwendung: Suppen, Aufläufe, Beilage.

    Hokkaido

    Hokkaido

  • blauer Hokkaido: Die Schale ist ein blasses blaugrün. Die Schale kann nicht gegessen werden und muß vor der Verwendung entfernt werden. Der Geschmack erinnert an Maroni. Verwendung: Pies, Suppen, Rohkost, Aufläufe und Süßspeisen.

    blauer Hokkaido

    blauer Hokkaido

  • Butternut: ein birnenförmiger, heller Kürbis mit einer dünnen Schale. Der Kürbis hat einen hohen Fruchtfleischanteil, der ein leicht nussiges Aroma und eine cremige Konsistenz, so wie Butter, besitzt. Das Fleisch kann gedünstet, püriert, gebacken oder roh verwendet werden.

    Butternut

    Butternut

  • Sweet Dumpling:  Das Fruchtfleisch der Kürbissorte ist süß und schmeckt nach Esskastanien. Der Kürbis kann roh, gekocht, gebraten, gebacken werden. Man kann einen Kürbis aus ganz im Ofen backen und dann wie eine Ofenkartoffel essen.

    Sweet Dumpling

    Sweet Dumpling

  • Acorn: der Eichelkürbis kommt in verschieden Farben vor.  Das Aroma ist nussig. Man kann das Fruchtfleisch kochen, backen oder pürieren.

    Acorn

    Acorn

  • Bischofmütze: Ein sehr schöner und schmackhafter Kürbis. Das Fruchtfleisch süß und fest.  Der Kürbis eignet sich gut zum Füllen. Die Schale ist sehr hart und fest, so wie in Plastik eingeschweißte USB-Sticks, würde bei Amazon nicht unter „frustated-free package“ laufen, und kann schwer entfernt werden. Man kann ihn dann doch lieber nur als Dekoration verwenden.

    Bischofsmütze

    Bischofsmütze

 Die Rezepte kommen auch bald online.

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