15 Twitterer können am ScienceTweetup des GSI (Gesellschaft für Schwerionenforschung) Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung teilnehmen und den Teilchenbeschleuniger in Darmstadt – Wixhausen besuchen. Und ich bin einer davon!!! Yuppiieee!

Den Begriff „Teilchenbeschleuniger“ hat bestimmt schon jeder einmal gehört, sei es in den Nachrichten, oder in Romanen. Der bekannteste steht in Genf: CERN, bekannt aus dem Roman Illuminati von Dan Brown. In einem Teilchenbeschleuniger werden geladene Teilchen, Ionen, Elektronen oder Protonen durch eine elektrische Hochspannung auf sehr hohe Geschwindigkeiten, sehr nahe an der Lichtgeschwindigkeit beschleunigt. Früher stand auch in fast jeden Haushalt ein kleiner, linearer, (die Teilchen werden auf gerade Strecke beschleunigt) Teilchenbeschleuniger: der Röhrenfernseher. Hier werden Elektronen durch eine Spannung beschleunigt und erzeugen beim Auftreffen auf den Schirm das Bild. In einem Teilchenbeschleuniger werden die beschleunigten Teilchen auf ein sogenanntes Target, eine Metallfolie, oder Zellen geschossen. Aus der Beobachtung der Kollision kann man u.a. Rückschlüsse auf den Aufbau der Materie schließen. Darüber weiß man nur sehr wenig.

Damit die Beschleunigung von Teilchen funktioniert muß ein (fast absolutes) Vakuum vorliegen. Bei so einer kleinen TV Röhre ist das nicht so aufwendig. Hat man aber ein sehr großes Gebilde, wie den GSI SIS 18 Ringbeschleuniger, mit einem Umfang von 216 Metern, steigt der Aufwand sehr stark an Die Pumpen müssen die gesamte Beschleunigeranlage auf ein Vakuum von 10-9 Pa bringen. Der normale Luftdruck beträgt im Schnitt 1000 hPa.

Die Gesellschaft für Schwerionenforschung wurde 1969 gegründet, 1975 ging der Linearbeschleuniger in Betrieb, 1990 der Ringbeschleuniger. Zurzeit wird die FAIR, Facility for Antiproton and Ion Research, Anlage gebaut. Deswegen kann auch das ScienceTweetup stattfinden.

Wofür braucht man solche Anlagen? Hier am GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung wird in folgenden Wissenschaftsbereichen geforscht und experimentiert:

  • Kern- und Teilchenphysik: Synthese von neuen Elementen, Aufbau der Materie,
  • Atomphysik: Eigenschaften und Vorgänge in der Atomhülle
  • Plasmaphysik: Simulation der Abläufe in Stern oder großer Planeten
  • Biophysik/Medizin: Tumorbehandlung, im Gehirn,  durch Bestrahlung mit ionisierten Kohlenstoffatomen. Wird zur Zeit auch in der Heidelberger Universitätsklinik  angewendet,
  • Materialforschung: Stabilisierung von Hochdruckphasen, Herstellung von Membranen.

Die Biomedizinischen Experimente sind auch wichtig für zukünftige, längere Weltraumaufenthalte, z. B. die Marsmission, da in Weltraum kein natürlicher Schutz vor der ionisierten Strahlung besteht. Mit Hilfe der Materialforschung kann ortsaufgelöst die Strahlungshärte von Mikroelektronikbauteilen untersucht werden. Durch die Strahlung werden diese beschädigt und können Versagen. Davon betroffen sind Flugzeuge und auch Satelliten.

Was man noch alles machen kann, was es noch zu sehen gibt, werde ich auf dem ScienceTweetup erfahren.

Das GSI Social Media Team hat sich folgendes Programm für die wissenschaftlich Interessierten Twitterer ausgedacht:

  • Begrüßung/Einstiegsvortrag/Sicherheitshinweise
  • Besichtigung des Ringbeschleunigers SIS
  • Mittagspause
  • Besichtigung der Forschungsanlage
  • Speeddating mit den Wissenschaftlern
  • Gruppenfoto/Ende

Ich werde für euch Live Twittern, Fotos machen und auch darüber dann bloggen. Auf Twitter könnt ihr auch @GSI_de oder @ScienceTweetup folgen, der ihr sucht nach #ScienceTweetup.

 

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