Pfingsten stand mal wieder vor der Tür und ich konnte meinen Pfingsturlaub, vom 20. 5 bis zum 26.5, wieder  bei meiner Weblinschwester Pierot verbringen. Ich habe  mich wohl als Unkrautzupfer recht gut gemacht. Was würde mich dieses Jahr erwarten?

Am Donnerstag ging es um kurz vor 9 Uhr mit der S-Bahn los. Dann ging es mit dem RE weiter Richtung Norden. In Würzburg bin ich dann in den ICE umgestiegen und fuhr bis nach Bremen. Dort mußte ich dann wieder in einen RE und dann in eine RB umsteigen. und dann war ich endlich Dorum und wurde dort von meiner Chauffeuse und Anhang abgeholt. Nach einer freudigen und herzlichen Begrüßung ging es dann mit dem Auto auf die letzte Fahrt. In meinem Reisedomizil konnte ich mich dann der Reiseplanung widmen.

Der 2. Urlaubstag begann mit einem leckeren Frühstück. Anschließend fuhren wir, mein Schwesterchen und ich, nach Bremerhaven. Das das Wetter nicht so prickelnd war, besuchten wir das Mediterraneo um südländisches Flair = sonniges und warmes Wettergefühl zu bekommen.  Die meisten Geschäfte hatten um diese unchristliche Zeit, vor 10 Uhr) noch geschlossen. Wir haben uns  gefragt, aus welchem Material das Top für über 109 € sein könnte, damit dieser Preis gerechtfertigt ist.

Als nächstes Stand der Museumshafen auf dem Programm.  Wir schlenderten an der Bark „Seute Deern“ vorbei zum U-Boot Wilhelm Bauer.

Da wir neugierig waren, besichtigen wir auch das Innere des U-Boots. Es war sehr beengend in dem knapp 77 m langen Schiff. Außerdem gab es nur 2 Toiletten am Bord, was bei 58 Mann Besatzung wohl zu einigen Problemen führte.  Wir erfuhren auch etwas über das Luftreinigungssystem, die Motoren und  alle anderen wichtigen Geräte an Bord.

Fazit: Der Besuch ist lohnenswert.Tolle Beschreibung der Gegenstände und Geräte und deren Funktionsweise.

Unsere Neugier führte uns anschließend zum Hochseeschlepper „Seefalke“. Das Schiff war schon gleich sehr geräumiger und auch komfortabler eingerichtet. Leider gab es am Bord keine Beschreibung der  Einrichtung, Fazit: Für Schiffsliebhaber interessant, aber ist kein muss. Zur Belohnung gab es dann ein leckeres Eis im Mediterraneo.

Der Samstag begann wieder mit einem leckeren Frühstück. Der Tag war nicht verplant und da ich keine Lust auf Unkrautzupfen hatte, backte ich doch lieber einen leckeren Sandkuchen.

Später gab es dann noch richtigen Kuchen. Der nächste Programmpunkt auf  dem nicht vorhandenen Tagesprogramm war eine kleine stachelige Kugel im Wald aussetzten. Er hat mit seinem Bruder den Winter bei meiner Schwester verbringen können. Sein Bruder war schon früher in die Freiheit entlassen worden, da er aber krank war und das Wetter noch sehr kühl war, hat er seinen Aufenthalt im Igelparadies, leckeres Katzenfutter, Würmer und Streicheleinheiten, verlängert. Nur seine Wohnung war wohl etwas zu klein, kaum war er im Wald hat er sein Häuschen verlassen und die Gegend  erkundet. Anschließend waren wir noch einkaufen. Am Abend gab es Scholle und gemeinsames TV gucken.

Tag 4 meines Aufenthalts  war das Highlight meines Urlaubes. Wir besuchten das Klimahaus.Das Klimahaus ist eine sehr toll gemachte Ausstellung über das Klima. Bremerhaven und somit das Klimahaus liegt auf dem  östlichen Längengrad 8° 34′. Die Ausstellung ist in 4 Bereiche,(die Reise, Elemente, Perspektiven und Chancen),  unterteilt. Wir haben zeitlich nur die Reise geschafft. Die Reise führt einem auf dem 8. Langengrad einmal um die ganze Erde und durch die Klimazonen. Der Bremerhavener Axel Werner hat dieses Abenteuer unternommen und hat dieses gefilmt. Von Bremerhaven fuhren wir quer durch Deutschland nach Isenthal in der Schweiz. Hier konnten wir Kühe melken, erfuhren etwas über die Gefahren des Steinschlags und der Gletscherschmelze , konnten einen Berg besteigen und durch einen Gletscher wandern. Außerdem erzählten uns eine Schweizer Familie etwas über ihr Leben in den Bergen.

Die nächste Station war Sardinien in Italien. Hier schrumpft der Besucher auf die Größe eines Käfers und wandert durch die Graslandschaft. Die Bewohner der Insel erzählten uns etwas über ihr Leben, das Klima, die Waldbrände und den Einfluß der Winde.

Der nächste Halt war in Kanak, Niger. Also mitten in der Wüste Sahara und es war im Ausstellungsbereich auch dementsprechend heiß und trocken. Neben der Entstehungsgeschichte der Sahara erfuhren wir auch viel aus dem Leben der Tuareg, einen Nomadenvolk. Bei diesem Volk ist es sehr unhöflich in der Anwesenheit anderer Menschen zu furzen. Er mußte deswegen auf der Fahrt durch die Wüste aussteigen und hinter einen Busch gehen. Auf einer großen „Liegewüste“ kann man sich von Landschaftsimpressionen verführen lassen.

Vom trockenen Wüstenklima ging es in das tropische Klima von Kamerun. Hier war es heiß und feucht. Wir kämpften uns tapfer durch den nächtlichen Regenwald, bevor  wir im Dorf Konge ankamen. Auch hier erfuhren wir wieder wissenswertes über die Einwohner von Kamerun. 

Nach der Hitze kam die arktische Kälte..Wir waren am Südpol angelangt. Nach einem kurzen Aufenthalt  in einer Forscherstation ging es aufwärts, hoch über den Wolken konnten wir die Milchstraße bewundern.

Der Rückflug vom Himmel brachte uns auf die Samoa. Diese Station war auch sehr, sehr interessant. Ein junger Samoaner erzählte uns die Probleme, die die Jugend mit ihren Eltern haben, die immer noch sehr traditionell eingestellt sind. Wir erfuhren auch, dass die Selbstmordrate auf der Insel sehr hoch ist.  Aber es ging nicht nur um ernste Themen. Am Anfang bekommt man eine lustige Geschichte zu hören. Auf Samoa ist es Tradition Sonntags ein Schwein zu essen. Im Bus haben sie ihm dann erzählt arme Familien können es sich nicht leisten jeden Sonntag ein Schwein zu essen, deswegen schneiden sie ihm 1 Hinterbein ab ,verbinden dann die Wunde und essen nur die Keule. Am nächsten Sonntag kommt dann das 2. Bein dran,. In der 3 Woche wird dann das gesamte Schwein gegessen, weil auf 1 Bein kann das Schwein ja nicht mehr laufen. Sein Gesicht, das er gemacht hat, löste großes Gelächter aus. Das war nur ein Scherz:).

Unsere Reise führte uns jetzt nach Gambell, Alaska. Hier erzählten uns ältere Inuits über das Leben damals und heute.  Die Aussage einer alten Inuit brachte  einen sehr zum Nachdenken Sie sagte: Mein Großvater sagte immer: ernährt euch wie Inuits und ihr werdet keine Probleme bekommen.Aber dann kam der weiße Mann. Und sein Essen machte uns krank. Es tauchten Krankheiten auf, die es vorher nicht gab. [Bild Gambell]. Über die Hallig Langeness, auf der wir uns mit norddeutschen Küstenimpressionen akklimatisieren konnten, ging es wieder  nach Bremerhaven.

Nach einer kleinen Stärkung fuhren wir wieder nach Hause, wo der Grill schon auf uns wartete. Diesen tollen Tag ließen wir  mit einem Spieleabend  ausklingen.

Fazit: Der Besuch des Klimahauses ist ein Muß, wenn man in Bremerhaven ist. Man braucht aber sehr viel Zeit, um sich alles anzugucken. Ein halber Tag, reicht leider nicht. Aber ich kann ja beim nächsten Urlaub den Rest angucken.

Der Pfingstmontag war mal wieder Mühlentag. Dieses Jahr gingen wir die Wassermühle  Hainmühlen besuchen. Die Mühle wurde  um 1400 das erstem la urkundlich erwähnt. Im Jahre 1829 wurde die mühle an ihrem jetzigen Standort und in der jetzigen Form errichtet. Im Jahre 1980 wurde sie in restauriert und in ein Museum umgewandelt. Die Mahltechnik ist noch voll funktionsfähig und das Mühlrad dreht sich, aber erst nach Einwurf einer Münze. Nach der Besichtigung stärkten wir uns mit Nürnbergern und packten uns noch leckeren Kuchen für den Nachmittag ein. Nach einem leckeren Nudelgericht machten wir wieder einen Spieleabend.

Fazit: Der Mühlenbesuch lohnt sich. Man kann einen schönen Nachmittag mit Kaffee und Kuchen haben und lernt dabei einige Sachen über die Vergangenheit.

Am vorletzten Urlaubstag stand mal wieder Bremerhaven auf dem Programm. Da das Wetter nicht so toll war, entschied ich mich für das Atlanticum und nicht für die Hafenrundfahrt. Das Atlanticum ist eine Ausstellung rund um das Meer und ist in verschiedene Themen unterteilet. Im ersten Beriech kann man, in einem Spiegelkaleidoskop, die Entstehung des Lebens sehen. Im zweitem Raum kann man sich Filme über die Fischerei und die Polarforschung ansehen. Dann kommt das toll gestaltete Aquarium. Die letzen Themen  sind alle in einem Raum untergebracht, man kann z. B ein Schiff durch die Schleuse steuern, an Bildschirmen sich Infos über die Fischerei, den Hafen, das Meer, usw. anhören. Man kann sich auch an Seemannsknoten versuchen und Fische an einer Reliefwand abrubbeln.

Anschließend besichtigten wir die FMS Gera, den letzten deutschen Seitentrawler. Hier sind die Einrichtungen und die Geräte auch sehr toll beschrieben. In der Mannschaftsmesse kann man sich Filme über das Leben an Bord ansehen. Da uns die Aufnahme so viel neuer Dinge hungrig gemacht hat, holten wir uns in einem Fischgeschäft  eine Räucherfischprobe ab. Aber von 3 Ministückchen wird man  ja nicht satt, deswegen genehmigten wir uns noch Burger und Pommes. Am Abend kochten wir zusammen Chili und haben uns noch unterhalten.

Fazit: Das Aquarium im Atlanticum ist sehenswert, die Filme die man sich ansehen kann sind schon etwas älter, es wird noch von DM gesprochen. Ich denke im Bereich der Hochseefischerei hat sich schon einiges geändert, seit dem die Filme gedreht wurden. Man kann sich das Atlanticum ansehen, wenn man genügend Zeit hat, aber man verpasst nix, wenn man es nicht macht.  Das Schiff lohnt sich auf jeden Fall und sollte besichtigt werden, viele Informationen über das Leben an Bord eines Fischerbootes.

Am Mittwoch hieß es wieder Abschied nehmen. Nachdem ich den Koffer gepackt habe, sind mein Schwesterherz und ich Frühstücken gegangen. Anschließend sind wir nochmal Gassi mit Amon gegangen. Und dann mußten wir uns beeilen, damit ich den Zug nicht verpasse.

Fazit: Ein megatoller Urlaub. Ich habe mich bei  meinem Schwesterchen sehr wohl gefühlt und freue mich auf das nächste Mal.

Advertisements