So, heute will ich jetzt über meine praktischen Übungen berichten.

Da mir Telefonieren immer sehr schwer gefallen ist und auch noch schwer fällt, musste ich als Hausaufgabe Telefongespräche führen. Ich musste im Therapiezentrum anrufen  und meinen ersten Kochkurs habe ich auch so gebucht.

Das war ja noch eine relativ leichte Übung, die nächste Übung war dann schon sehr viel schwerer für mich. Es war eine „Außerhaus“ -Übung. Das Institut befindet sich in der Nähe der Stuttgarter Königstraße, eine Einkaufstraße in Stuttgart, also immer  viele  Menschen an zu treffen. Es fing mit der Übung  an nach der Uhrzeit zu fragen, dann musste ich mich nach dem Weg zum Fernsehturm erkundigen, dann als nächstes musste ich  nach einen Taschentuch fragen. Dann sollte ich mich in Die Königstraße stellen wo die die Königstraße ist, was mir aber irgendwie nicht alle sagen konnten, dann sollte ich mich vor einem Bäcker stellen und fragen wo der nächste Bäcker sei. So was fällt mir sehr schwer, weil ich ja dann denke die anderen können denken ich bin total doof und die würden mich total doof angucken. Aber es war nicht der Fall, ich bin nicht doof angeschaut worden. Und dem Bäcker vor dem ich Stand hat mir keiner empfohlen. Der Abschluss war eine sehr, sehr schwere Übung. In einer kleinen Seitenstraße befinden sich McDonalds und PizzaHut. Ich sollte nun in Pizza Hut gehen und mich nach dem nächsten Mc erkundigen. Und Dann sollte ich in den Mc gehen und nach PizzaHut fragen. Ich war dabei sehr aufgeregt  und nervös, aber ich habe es geschafft und bin jedes Mal  fragen gewesen.

Dann hatte ich immer wieder kleiner schriftliche Übungen zu machen, ein „Positiv –Tagebuch“ zuführen, darin sollte ich jedes positives Erlebnis aufschreiben, Gedanken auf schreiben, diverse Fragebögen ausfüllen. Dann sollte ich mir eine schlimme Situation vorstellen, meine Ängste und Befürchtungen aufschreiben und dann versuchen rational die Situation zu beurteilen, wie realistisch ist denn das. Was auch sehr schwer für mich ist, weil sich doch immer wieder die automatischen Gedanken einschieben.

Dann kam mein Therapeutinenwechsel. Mit der neuen Therapeutin habe ich auch erstmal Gespräche geführt, damit wir uns besser kennen lernen. Mit ihr habe ich viele Meditationsübungen gegen meine Prüfungsangst gemacht. Und da ich  erzählt habe ich habe immer Angst, ich könnte nix erzählen, habe ich dazu auch eine Übung machen müssen. Sie sagte zu mir,  beim Nächstenmahl  holen wir die Videokamera und ich gebe dann ein Thema vor, und sie reden darüber mindestens 10 min. Ich so na ja ok, können wir machen.

Das war für mich eine doppelte Herausforderung: erstmal das freie Reden und dann gefilmt werden. Ich mag das überhaupt nicht und dann noch meine Stimme hören. *grausig für mich.

Aber ich habe es trotzdem gemacht.

Bevor ich das Thema wusste, sollte ich beschreiben wie ich mir jetzt die Übung vorstelle, Ich sagte ich würde bestimmt stottern, nicht viel sagen, nicht in die Kamera blicken, rot werden.

Dann erfuhr ich das Thema: Kochen. Darüber konnte ich dann doch gut erzählen und ich habe die 10 min geschafft. Dann sollte ich mich direkt nach der Übung beurteilen, ohne das Video gesehen zu haben. Ich habe mich dann besser eingeschätzt als beim Anfang, aber auch nicht richtig positiv. Dann habe ich mir das Video angesehen, und ich habe gesehen, dass keine meiner Befürchtungen eingetreten ist.

Natürlich gab es hier auch eine „Außerhaus“ – Übung. Wir sind 2 Stunden durch Geschäfte gegangen und ich mußte mich beraten lassen ohne was zu kaufen. Was ich auch ohne  Probleme geschafft habe. Diese Übung musste ich auch als Hausaufgabe machen, da habe ich mir aber eine Kleinigkeit gegönnt. Ich habe mir in einem Teegeschäft Weißen Tee gekauft.

Mehr Praktische Übungen fallen mir nicht ein gerade. Hier gab es auch wieder viele Schriftliche Übungen zu machen.

Durch meine 2 Therapeutinnen bin ich auch zur Gruppentherapie gekommen, über die ich beim 6. Teil berichte.

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