Auf meinen 1 Teil meines Berichtes, habe ich sehr positive Reaktionen bekommen. Das hat mich bestärkt weiter zu schreiben, denn es war nicht einfach für mich diesen Schritt zu tun. Ich hatte schon immer mit diesen  Gedanken gespielt, aber es dann doch immer verschoben, weil ich Angst vor den Reaktion der Leute hatte und mir das auch peinlich war, ich habe mich geschämt zu sagen ich habe Angst davor mit Leuten zu reden.

Durch diese Angst und Schüchternheit, habe ich mit schon vieles im Leben verbaut oder erschwert. Ich habe den Kontakt zu einigen Freunden schleifen lassen, oder bin dann nicht mit auf Partys gegen, weil ich davor Angst hatte, ich mich nicht „cool“ genug dafür gefühlt habe, oder auch beim Ansprechen von Frauen bin ich sehr gehemmt. Und die Konsequenz ist, man wird einsam. Ich habe zwar auch Freunde, aber nicht viele. Diese Einsamkeit ist für mich eins der größten Probleme. Sie macht mich auch manchmal depressiv. Besonders dann, wenn ich jemand kennen gelernt habe, der mir sehr viel bedeutet und dessen Gefühle, dann auf Grund meiner Schüchternheit erkalten. Das tut mir sehr weh und hält mich nachts vom Schlafen ab. Ich  ärgere mich immer sehr darüber, aber das zu ändern ist nicht leicht, das es bei mir was ganz normales, eine unbewusste Reaktion ist, wie das Atmen. Im Oktober 2006 habe ich eine Verhaltenstherapie begonnen, und ich hoffe ich bekomme es blad besser hin. Aber darüber erzähle ich im nächsten Teil. Meine Therapie habe ich bei der Gerhard-Alber Stiftung gemacht.

Aber auch in der Uni habe/hatte ich durch meine Schüchternheit viele Probleme. Ich musste dort auch Vorträge halten. Ich habe mich auf die Vorträge auch gut Vorbereitet und bin dafür von meinen Betreuern immer gelobt worden, weil die Vorträge gut gemacht waren und ich das Thema verstanden hatte. Aber ich habe mir immer gesagt, ich fange an zu stottern, spreche undeutlich, kann ne Frage nicht beantworten, werde rot im Gesicht. Weil ich immer mit diesem Gefühl rein gegangen bin in den Vortrag habe ich mir die Vorträge immer versaut: Ich habe die Vorträge runtergerasselt, habe gestottert und die Hälfte vergessen. Es gab für die Vorträge keine Noten, aber ich habe mich jedes Mal sehr darüber geärgert.

Ein weiteres Problem sind Prüfungen für mich, fast alle Prüfungen waren mündliche Prüfungen. Vor diesen Prüfungen bin ich immer extrem aufgeregt, ich bin da dann sehr oft blockiert. Und wenn ich mal was nicht weiß und solche eine Frage am Anfang gestellt wird, zieht sich dann eine Unsicherheit durch die ganze Prüfung durch. Dementsprechend vielen meine Noten aus. Hinter her war ich dann auch oft enttäuscht, obwohl ich die Prüfung bestanden habe.

Da sieht man auch ein weiters Problem bei mir: Auf sich selbst Stolz sein, sich mal loben können.

Ich könnte ja zu mir nach der Prüfung sagen: Toll, du bist da hingegangen, obwohl du davor große Angst hast und du hast auch die Prüfung bestanden! Sei Stolz auf dich. Aber so was kann ich nicht, ich sehe nur, was hätte besser sein können, also immer nur das negative und nie das positive.

Fortsetzung folgt….